Akompaland

Mit jedem freundlichen Wort an Dich, wächst auch mein eigenes Herz.

Akompaland


Spielbeschreibung

Alle Spieler:innen wählen ein Haus in einer Ecke des Spielfelds und starten dort mit ihrer Spielfigur. Wer die höchste Zahl würfelt beginnt. Ziel ist es, alle Kinder auf dem Brett zu besuchen und ihre Themen zu bearbeiten. Mit der gewürfelten Anzahl Spielzüge bewegt sich der/die Spieler:in durch die Stadt. Alle dürfen ihren Weg frei wählen. Weggabelungen fordern immer eine Entscheidung, in welche Richtung es weitergehen soll. Rückwärts zu gehen ist verboten.

Spielvarianten

Kurzversion: Alle Kinder werden zusammen nur einmal von allen Spieler:innen besucht. Gelingt dies, innerhalb der vereinbarten Spielzeit (z.Bsp. 30 Minuten), haben die Spieler:innen gemeinsam gegen die Zeit gewonnen.
Langversion: Alle Spieler:innen besuchen die 7 Kinder. Wer als erste:r alle 7 Kinder erreicht hat, hat gewonnen.

Spezialfelder

U‑Bahn: Du kannst die U‑Bahn nehmen und direkt zu jeder anderen Station auf dem Brett reisen. Eine Fahrt von Station zu Station zählt auch als einen Schritt innerhalb eines Spielzugs.
akompa: Wenn dir eine Aufgabe schwerfällt, kannst du direkt zur akompa‑Infostation in der Mitte springen. Dort kannst du dir Tipps von den anderen Spieler:innen einholen. Du musst dann allerdings eine Runde aussetzen.

Alex: Das Kind mit Schulabsentismus

Alex mag die Schule nicht. Er hat Angst, etwas falsch zu machen. Er fühlt sich blockiert und überfordert. Ausserdem wird er von seinen Klassenkamerad:innen missverstanden und ausgeschlossen. Oft gelingt es ihm gar nicht mehr oder nur mit grosser Mühe, in die Schule zu gehen.
akompa erforscht zusammen mit ihm und seiner Familie, den guten Grund hinter dem Verhalten von Alex zu erkennen. akompa führt Gespräche mit den Lehrpersonen und versucht eine Brücke zu bauen zwischen Schule und Elternhaus, damit Alex wieder Vertrauen fassen und zur Schule gehen kann. Allenfalls braucht Alex andere Lernwege und weitere Unterstützung oder ein geeigneteres Setting. 
Aufgabe: Alex braucht dringend Zutrauen in seine Fähigkeiten und Stärkung für seinen Selbstwert. Versetze dich in Alex und hilf ihm folgende Sätze zu vervollständigen:
«Ich bin einzigartig, weil …»
«Ich mag an mir, dass ich…»
«Von mir können andere lernen, weil ich…»
«In meiner Traumschule hätte es, …»
«In meiner Traumschule würde ich,…»

Arisa: Das Kind mit ADHS

Arisa kann sehr schnell denken und sprechen, sie hat unzählige Ideen und Einfälle, über die sie manchmal selber lachen muss. Sie kann jedoch kaum stillsitzen oder jemandem bis zum Ende zuhören. Ihre Eltern haben grosse Freude an ihr, können jedoch nicht verstehen, weshalb sich ihre Tochter nicht anpassen und an Regeln halten kann. Manchmal bringt sie ihre Eltern zur Verzweiflung. Zu Hause kommt es dann zu Wutausbrüchen und manchmal sogar zu Gewalt untereinander.
akompa hilft den Eltern dabei, Verständnis für Arisas Schwierigkeiten zu entwickeln und unterstützt sie dabei, Strukturen, Routinen und eine gute Beziehungszeit zusammen mit Arisa zu entwickeln und umzusetzen. akompa zeigt den Eltern, wie sie Arisa anleiten können, ihr Potential auszuschöpfen und ihre Stärken zu stärken.

Aufgabe: Hilf Arisa ihren Fähigkeiten zu vertrauen. So schnell wie Arisa können nicht viele denken und sprechen. Versucht es selber: Alle Mitspielenden schreiben oder sagen reihum 30 Sekunden lang so viele Wörter wie möglich, die zu einem Thema passen: 
«Ferien, Roboter, Tiere, Freiheit, Zahnarzt, …»

Lina: Das überforderte Familienkind

Lina erlebt, dass ihre Eltern meistens schlecht gelaunt, gestresst, erschöpft und überfordert sind. Manchmal streiten sie sich auch heftig. Wenn das so ist, zieht sich Lina zurück, wird sehr traurig und versucht dann, sich so gut wie möglich anzupassen und niemandem zur Last zu fallen. Kürzlich hat sie den ganzen Abwasch nach dem Essen übernommen und ihren Znüni für sich und die beiden jüngeren Geschwister bereitgemacht. Sie hilft der kleinen Schwester, jeweils das Pyjama anzuziehen. 

akompa hilft der Familie dabei zu erkennen, welches Arbeiten und Verantwortungen der Kinder und welches Elternaufgaben sind. 

Aufgabe: Welche der folgenden Themen sind Aufgaben der Eltern, welches können Aufgaben der Kinder sein?


Gabor: Das Kind einer Besuchsbegleitung

Gabors Eltern sind getrennt. Er lebt bei seinem Vater und dessen Freundin. Er kann deshalb seine Mutter nur selten sehen. Er weiss, dass seine Mutter zu viel Alkohol trinkt, und dass es ihr oft nicht gut geht. Früher, als er noch bei ihr lebte, hat es dadurch viel Streit gegeben. Trotzdem vermisst er sie. Zusammen mit der Psychologin, zu der Gabor geht, hat er auch gelernt, Orte zu erkunden, an denen er sich sicher fühlt.

akompa organisiert die Besuchsbegleitung, sodass die Treffen für Gabor sicher und kindgerecht gestaltet sind. Er kann mit seiner Mutter eine gute Zeit verbringen, die sie geniessen. akompa hat auch mit Gabors Psychologin Kontakt aufgenommen und weiss, was Gabor für seine Sicherheit benötigt.

Aufgabe: Hilf Gabor, einen Ort zu gestalten, an dem er sich sicher fühlt.  Nehmt ein Blatt Papier und Stifte und malt darauf einen sicheren Ort für Gabor.

Liam: Der Jugendliche mit einem Jugendcoach 

Liam steht kurz vor dem Erwachsenenleben. Leider hat es mit der Lehrstellensuche nicht geklappt, vielleicht war es auch nicht das, was er wollte. Was will er denn? Im Moment hat er keine Ahnung. Was er weiss, ist, dass er in Ruhe gelassen werden will. So verbringt er viel Zeit in seinem Zimmer snoozed und spielt seine Games. Der Jugendcoach von akompa beginnt mit ihm zu erforschen, was er sich wünscht, was er will, was er kann, und wie er seine Träume und Ziele erreichen kann.

Aufgabe: Stell dir dich als 15-jährige:n Jugendliche:n vor. Wer und wie möchtest du werden, wenn du älter bist? Was zeichnet dich aus, was möchtest du tun? Und hast du eine Idee, wie du das erreichen kannst? Sei mutig mit deinen Ideen, auch wenn sie speziell oder unrealistisch klingen.

Peter: Das Kind mit viel Temperament

Wenn Peter wütend wird, rastet er aus, wirft Dinge durchs Zimmer und schreit laut und lange. Manchmal schlägt er dann sogar seine Eltern. Das ist für alle schwer zu ertragen, im Nachhinein jeweils auch für Peter selbst. akompa arbeitet mit der ganzen Familie, um zu verstehen, weshalb Peter so reagiert. akompa zeigt andere Wege auf, wie mit den Gefühlsausbrüchen von Peter ein Umgang gefunden werden kann.

Aufgabe: Schliess die Augen. Spür eine Welle Wut hochkommen. Welche Entspannungstechniken kennst du? Wie könntest du mit diesem Gefühl umgehen? Was hat dier schon mal geholfen? Beende still: «Statt zu schreien könnte ich …» Sag laut: «Ich wünsche Peter dass er…»

Youssef: Das Kind, das Kulturvermittlung braucht

Youssef lebt mit seinen Eltern seit drei Jahren in der Schweiz. In Syrien, woher die Familie kommt, tobt der Krieg. Deswegen sind seine Eltern oft traurig, dabei ist es doch schön hier in der Schweiz, findet er. Er versteht nicht, weshalb seine Eltern anders denken und auch, weshalb sie immer noch fast kein Deutsch sprechen. Er fühlt sich oft alleine und fühlt sich weder in seiner Familie, noch unter den Kindern in der Schule so richtig zugehörig. akompa bringt eine Übersetzerin und Kultur Expertin in die Familie mit, damit sowohl Eltern als auch Youssef sich besser verstanden fühlen und Brücken gebaut werden können. akompa unterstützt Youssef und seine Familie auf ihrem Weg, sich in den zwei Welten zurechtzufinden.

Aufgabe: Wie gut kennst du andere Kulturen und Länder, die sich von deiner eigenen unterscheiden? Versuche, so viele Dinge wie möglich aus anderen Kulturen zu nennen, die dich überrascht haben. Warum machen sie es anders? Die anderen Spieler:innen versuchen, die Fragen zu beantworten oder im Internet nachzuschauen.